Schutzbrillen erfüllen eine besonders wichtige Aufgabe. Diese schützen die Augen vor optischen und mechanischen Einflüssen und verhindern eine Beschädigung der wichtigen Sehorgane. Deshalb sind Augenschutzbrillen in vielen beruflichen Bereichen gesetzlich vorgeschrieben. Je nach Arbeitsumfeld werden die Sicherheitsbrillen mit unterschiedlichen Materialien und Befestigungsmechanismen ausgestattet.


Wissenswertes über Schutzbrillen


Schutzbrillen sind spezielle Brillen, die nicht auf die Verbesserung der Sehkraft ausgelegt sind, sondern dem Schutz der Augen vor schädlichen Einflüssen dienen. Schutzbrillen werden auch als Sicherheitsbrillen oder Augenschutzbrillen bezeichnet. Typische Anwendungsfälle bestehen in der Verwendung in industriellen Unternehmen oder im Fertigungsbereich. In der Industrie, Baubranche und der Chemie sind die Augen durch Chemikalien, Licht, Splitter und Staub erheblichen Gefährdungen ausgesetzt. Deshalb sind Schutzbrillen in vielen beruflichen Branchen gesetzlich vorgeschrieben. Neben einer Anwendung im beruflichen Umfeld werden Schutzbrillen auch im sportlichen Bereich getragen. Im Grunde sind Sicherheitsbrillen wie herkömmliche Brillen aufgebaut: Die meisten Varianten werden mit zwei Bügeln hinter den Ohren fixiert. Andere Brillenarten werden mit einem Gummiband am Kopf befestigt. Dieses bietet den Vorteil, dass die Schutzbrille individuell an die Kopfform angepasst werden kann und deshalb ganz besonders eng anliegt.


Schutzbrillen: Praktische Notwendigkeiten und Vorteile

Sicherheitsbrillen können auch in Form von Vorhängern erstanden werden. Diese tragen dem Umstand Rechnung, dass viele Personen zusätzlich zur Augenschutzbrille eine normale Brille tragen. Der Vorhänger wird auf die optische Brille aufgesetzt. Bei anderen Formen wird die Augenschutzbrille einfach über die normale Brille gesetzt. In diesen Fällen ist die Schutzbrille ganz besonders groß gestaltet, sodass die optische Brille problemlos und bequem darunter getragen werden kann. Augenschutzbrillen schützen die Augen vor jedweder Art von Beschädigung. Die Augen werden zum einen durch optische Gefahren wie starken Lichteinflüssen beim Schleifen oder Brennschneiden und Schweißen geschützt. Auf der anderen Seite werden aber auch mechanische Belastungen abgewehrt. Dazu werden die Sicherheitsbrillen mit doppelten Gläsern und extrem harten Glaslegierungen ausgestattet.


Gründe für das Tragen von Augenschutzbrillen


Der Schutz der empfindlichen Augenbereiche ist unabdingbar. In zahlreichen Berufen hat die steigende Anzahl an Unfällen zu einer gesetzlichen Pflicht des Schutzbrillen-Tragens gesorgt. Das Augenlicht kann durch äußere Einflüsse schon innerhalb weniger Sekunden irreparabel geschädigt werden. Aus diesem Grund müssen Augenschutzbrillen den Vorgaben der EU-Norm EN 166 entsprechen und von unabhängigen Instituten überprüft werden. Augenschutzbrillen für Chemiker werden auch als Chemikerbrillen bezeichnet. In Arztpraxen werden die Sicherheitsbrillen getragen, um Gefahren der Laserbehandlung abzuwehren. Schutzbrillen für Augenarztpraxen bestehen im Regelfall komplett aus Kunststoff. Die stark getönten Gläser werden nur dort verbaut, wo es notwendig ist. Ob eine Brille den Anforderungen der EN 166-Norm und der EWG/89/686 entsprechen, kann an der Nummerierung des Gestells erkannt werden. Falls Gestell und Sichtscheibe aus verschiedenen Materialien bestehen, werden diese unabhängig voneinander gekennzeichnet.


Materialien und Fertigungsvarianten

Je nach Arbeitsbereich werden Augenschutzbrillen mit unterschiedlichen Materialien hergestellt. Die Sichtscheiben bestehen zumeist aus Verbundglas, Acetatscheiben oder Polycarbonatscheiben. Das Material Polycarbonat verfügt über eine extrem hohe Stoßfestigkeit und überzeugt durch die extreme Bruchfestigkeit. Diese Art von Augenschutz eignet sich insbesondere für mechanische Arbeiten. Zeitgleich wird ein optimaler Schutz vor optischen Beeinflussen erzeugt. Im chemischen Bereich empfehlen sich insbesondere Sicherheitsbrillen mit Acetatscheiben: Diese sind schwer entflammbar und weisen eine hohe Beständigkeit gegen Chemikalien auf. Verbundglas bietet den Vorteil, dass diese sehr kratzfest und ebenfalls chemikalienbeständig sind. Wegen der geringen Stoßfestigkeit eignen sich diese aber eher nicht für Arbeiten mit glühenden Teilen. Zum Schweißen sind in erster Linie Sicherheitsbrillen mit speziellem Schweißerglas zu empfehlen. Dieses bietet einen hohen Schutz vor Infrarotstrahlung und sind zeitgleich extrem kratzfest.


Augenschutzbrillen für Sportarten

Schutzbrillen für Sportarten sind individuell auf den jeweiligen Sport zugeschnitten. Während Ski- und Schneebrillen nicht nur vor den Schneemassen, sondern auch vor UV-Strahlung schützen müssen, sind Radsportbrillen vor allem auf eine großflächige Sicht und den Schutz vor Fahrtwind ausgelegt. Schwimmbrillen sollen den Augenkontakt mit Wasser vermeiden und Chlor sowie Fremdkörper abhalten. Korrektionsschutzbrillen bieten den Vorteil, dass diese sowohl einen herkömmlichen Schutz bieten als auch optische Fehlsichtigkeiten korrigieren. Während die Kosten für Schutzbrillen in sportlichem Bezug selbst getragen werden müssen, werden diese bei beruflichen Anwendungen vom Arbeitgeber getragen. Dieser muss alle nur erdenklichen Augen- und Gesichtsschutz-Elemente zur Verfügung stellen.